Bündnis gegen Depressionen: Regionsweite Aktionswochen gestartet

Foto: TÜV NORD Garbsen

Hannover – Menschen, die an Depressionen erkranken, leiden oft unter Antriebslosigkeit. Viele isolieren sich, verlieren ihr Selbstwertgefühl – und im schlimmsten Fall ihren Lebenswillen.

Nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe erkranken jährlich 5,3 Millionen Menschen in Deutschland an Depression.

Die Ergebnisse der Studie „Deutschland-Barometer Depression“ von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen Bahn Stiftung von 2017 zeigen sogar, dass die Mehrheit der Deutschen im Laufe des Lebens von Depression betroffen ist – entweder direkt aufgrund einer eigenen Erkrankung oder indirekt, zum Beispiel als Angehöriger oder Angehörige.

Um über die Krankheit aufzuklären und für das Thema zu sensibilisieren, hat das Bündnis gegen Depressionen aktuell ein Programm aus Lesungen, Filmabenden, Vorträgen, Diskussionen und Fachtagen zusammengestellt:

So zeigt etwa die Wanderausstellung „Wege aus der Depression“ im Foyer des GDA Kleefeld, Osterfelddamm 12, in Hannover Bilder von Betroffenen und Angehörigen und wie sie mit der Krankheit umgehen. Die Ausstellung ist bis Montag, 30. September, bei freiem Eintritt zu sehen.

Am Freitag, 13. September, 18.30 Uhr, laden der Arbeitskreis Inklusion Wedemark, KIBIS und die Freiwilligenagentur Wedemark zum dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ in das Bürgerhaus Bissendorf, Am Markt 1 in der Wedemark ein. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Am Mittwoch, 13.11., um 17.30 Uhr, gibt es den Film im Apollo-Kino in der Limmerstraße 50 in Hannover zu sehen. In Burgdorf wird er am Montag, 2. Dezember, um 18 Uhr in der Neuen Schauburg in der Feldstraße 2a gezeigt.

Realität statt Romantisierung: Unter diesem Motto liest die Regionsbeschäftige Merle Meier am Mittwoch, 16. Oktober, 19 Uhr, im Sozialzentrum der KRH-Psychiatrie Wunstorf in der Südstraße 25 aus ihrem autobiografischen Buch „Mein Selbstmord ist mein Anfang“.

Die Autorin beantwortet im Anschluss mit Dr. Thorsten Sueße, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Region Hannover, Fragen aus dem Publikum.

Die gleiche Lesung mit anschließendem Publikumsgespräch findet außerdem statt am Dienstag, 5. November, 19 Uhr, im Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4 in Hannover. Der Eintritt ist jeweils frei. Eindrucksvoll sind auch die Erfahrungen von Blogger Markus Bock.

Er liest am Dienstag, 17. September, aus „Die Depression hat mich bestimmt. Jetzt bin ich dran. Vielleicht…“ Im Vortragssaal des GDA Kleefeld gibt er dem Publikum einen ungefilterten Einblick in die Gefühle und Gedanken eines Depressiven. Die Lesung beginnt um 16 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.

In den weiteren Vorträgen und Diskussionsrunden gehen Fachleute verschiedenen Ursachen und Ausprägungen von Depressionen auf den Grund.

Dabei geht es zum Beispiel um Depression und Migration, um Suizidprävention bei Jugendlichen, um Sucht und Depression oder um Depressionen im Alter. Das ganze Programm finden Sie im Anhang, im Internet steht die Broschüre auf der Seite www.hannover.de/bgd-rh zum Download bereit.

HCN/kk