Start Aktuelles Neues Kleines Fest 2026: 25 Bühnen, Premieren, Publikumslieblinge locken

Neues Kleines Fest 2026: 25 Bühnen, Premieren, Publikumslieblinge locken

Neues Kleines Fest 2026: 96 Shows auf 25 Bühnen, Premieren, Walk Acts, Fontänenbar – und viele Tickets schon weg
Kleines Fest 2019: DESiMO lässt der Fantasie der Besucher freien Lauf :-). Foto: rawpics

Hannover – Kleines Fest im Großen Garten 2026 verspricht ein abwechslungsreiches Programm mit 25 Bühnen und Publikumslieblingen.

Kleines Fest 2026: viele Shows, viele Spielorte

Im Großen Garten läuft das Kleine Fest im Großen Garten 2026 an 15 Abenden: Vom 2. bis 16. Juli strukturieren 96 Shows auf 25 Bühnen und Spielorten die Abende. Der Künstlerische Leiter DESiMO hat für das erste Kleine Fest unter seiner Leitung ein Programm mit 51 Acts und rund 110 Künstlern vorgestellt. Zu sehen sind Comedy und Kabarett, Clownerie, Musik (Pop, Chanson, Comedy), Urban Dance, Puppenspiel, Zirkus, Performance, Zeichnung, Akrobatik, Zaubershow und Improvisation. Los geht es erneut auf der beliebten Picknickwiese, dazu kommen Walk Acts und Bühnenshows.

Kurze Vorlaufzeit – und trotzdem „vollwertig“

Dass es 2026 überhaupt ein Kleines Fest im Großen Garten geben wird, gilt als sportliche Leistung: Üblicherweise entstehen Programm, Verträge und technische Dispositionen mit deutlich längeren Vorlaufzeiten. DESiMO sagt dazu: „Wir sind schon ein wenig stolz, dass es uns gelungen ist, unter diesen Bedingungen ein vollwertiges Kleines Fest auf die Beine zu stellen“. Und weiter: „Die zeitlichen Abläufe waren zum Teil natürlich herausfordernd. Wir haben uns auf das Wesentliche konzentriert: auf Qualität, Haltung und Atmosphäre. Ich bin überzeugt davon, dass das Publikum das spüren wird.“

Mehr Fokus auf Deutschland und Nachbarländer – Preise bleiben stabil

Der Neuaufschlag setzt stärker auf Produktionen aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Das vereinfachte die Organisation – und der Eintrittspreis konnte stabil gehalten werden. Die Preise sind seit 2022 nicht erhöht worden, obwohl die Kosten im Veranstaltungsbereich nach der Corona-Pandemie in die Höhe geschossen sind.

Eva Bender, Dezernentin für Bildung und Kultur der Landeshauptstadt Hannover, betont: „Die Konzentration auf Acts aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern ist Ausdruck unseres umsichtigen Umgangs mit realen Rahmenbedingungen. Entscheidend für das Gelingen des Kleinen Fests ist die künstlerische Überzeugungskraft der Gesamtleistung in dieser Saison. DESiMO ist es mit seiner hervorragenden Kenntnis der Kleinkunstszene gelungen, eine Art bundesweites ‚Best of‘ zusammenzustellen. Dass das Publikum ihm genauso vertraut wie ich, belegen die aktuellen Vorverkaufszahlen – mehr als die Hälfte aller Tickets sind bereits jetzt verkauft.“

Vertrautes Flair – und Neues für neugierige Abende

DESiMO beschreibt die Richtung so: „Unser zentrales Ziel bei der Programmplanung war, die vertraute Stimmung für langjährige Besucher wieder erfahrbar zu machen und zugleich das neue Publikum zu erfreuen. Die Mischung aus Wiedererkennbarkeit und Neugierde, aus etablierten Namen und neuen Handschriften, soll diese Brücke schlagen. Das Kleine Fest 2026 steht für Kontinuität unter veränderten Bedingungen und verspricht allen Gästen einen magischen Abend, wie das Motto ‚Schön hier!‘“

Publikumslieblinge – und ein poetischer Höhepunkt aus Köln

Wieder dabei sind bekannte Namen: der „Klappmaulkomiker“ Werner Momsen, Kabarettist Matthias Brodowy sowie Teatro Pavana mit Stelzenkunst – daneben weitere etablierte Formate. Markant gesetzt ist auch ein besonderer Programmpunkt: Cirque Bouffon aus Köln entwirft eine artistische Traumwelt, in der neun Mitwirkende Melancholie, Magie und Höchstleistung verbinden. Vier Musiker begleiten die Performance live mit eigens komponierter Musik.

Premieren: Urban Dance, Performance, Figurentheater – und neue Figuren

Mehrere Premieren sollen 2026 als Jahr der künstlerischen Erneuerung markieren. Vivi & The Vinh bringen Urban Dance zum Thema Spielsucht in den barocken Gartenraum. Die Kölner Performerin Karina Syndicus zeigt mit „Cumulus Fortuna“ ein eigens für das Kleine Fest entwickeltes Stück zwischen Performance und Kabarett: Im Zentrum steht der Mensch in einem unsichtbaren Netz aus (zu vielen) Informationen, Nachrichten und Erwartungen – mit clownesker Präzision, poetischem Körpertheater und einer überdimensionalen Wolke. Auch das Figurentheater Altrego feiert mit „Atlantis Ichty“ Premiere beim Kleinen Fest.

Neu dabei ist außerdem candid comedy: Die Stand-up-Comedy-Truppe lädt die besten jungen Stand Upper der bundesweiten Szene ein. Godelieve Huis von der bekannten TukkersConnexion spielt ihre neue Figur Don QuiGo. Und Frans Custers wechselt die Rolle: Er wird erstmals beim Fest als Wahrsagerin Mathilda Sliert in die Zukunft sehen.

Zauberei, Lesestube, kleine Bahn – und viel Musik

Wieder dabei ist Zauberkünstler Jan Logemann, neu als Komik-Garanten angekündigt sind Los Hobos und Der Kaosclown. Ruhiger wird es bei Claudia Schnürer: In ihrem Vorlesezimmer findet sie „immer das gerade individuell passende Stück Literatur“. Im Orient Espresso dreht eine kleine Eisenbahn ihre Runde – inklusive Speisewagen.

Musik und Kabarett setzen ebenfalls Akzente: Michael Krebs & Boris the Beast verbinden in „BaROCK“ barocke Klangwelten mit satirischer Gegenwartsschärfe. Lennart Schilgen ist erstmals beim Kleinen Fest – als Liedermacher und Reimkünstler mit feinem Sprachwitz und mitreißender Musik. DESiMO sagt über ihn: „Lennart ist gerade am Durchstarten, sowohl live wie auch mit einer sehr großen Fangemeinde in den Sozialen Medien. Er ist Teil des Angebots, mit dem wir ein neues, jüngeres Publikum für das Kleine Fest begeistern wollen“.

Mit dabei sind außerdem Fee Brembeck mit „How to Frau“ sowie Marie Diot mit den „Unwahrscheinlichen Hits“ – als Publikumsliebling 2025. Für Chanson-Momente steht Julia Kock mit Edith-Piaf-Programm, begleitet von Akkordeonist Frank Grischek. Martina Colli (Klavier) und Rebecca Carrington (Cello) nehmen mit „music@the movies“ mit in Filmmusik-Welten. Nach vielen Jahren kehrt Gabor Vosteen zurück: Der Flötenvirtuose und Clown zeigt, wie unterhaltsam eine Blockflöte sein kann. Spontan wird es mit Kießling&Kaffka: Wer eine Song-Idee oder ein Thema hat, ruft es zu – und erlebt, was die beiden live daraus improvisieren.

Vernetzt in der Stadt: Chor, Poetry, UNESCO City of Music

Ein Mitmach-Angebot richtet sich an die Chorstadt Hannover: Beim Programm „Sing Along“ von Mirko Schelske wird im königlichen Garten gemeinsam gesungen. Ein weiteres Highlight ist „SLAMMED! – Der Macht Worte! – Poetry Corner.“ In wechselnden Lese-Slots präsentieren zwei profilierte, täglich wechselnde Stimmen der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene ein Best of ihrer Texte, ergänzt durch Teamformate – Spoken Word, Live-Literatur und performative Verdichtung.

Als UNESCO City of Music ist Hannover durch das HIDDEN Kollektiv im Lindenstück vertreten: Hannoversche Musiker spielen und improvisieren dort mit Gästen aus anderen UCoM-Städten in immer neuen Konstellationen.

Auch weitere Kooperationen sind Teil der Saison: Die Kleinkunstbühne zeigt Zauberer Martin Sierp; der Pavillon ist mit dem Dance Project der hannoverschen Choreographin und Tänzerin Mónica García Vicente vertreten; und die TAK-Bühne ist mit Onkel Fisch erstmals beim Kleinen Fest dabei.

Kürzere Wege, klare Taktung – und ein Abschied an der Fontäne

Als Reaktion auf Kritik über zu lange Wege werden Aktionsflächen und Bühnen 2026 wieder etwas weiter nach vorne platziert: Schon im Lindenstück und an den Schwanenteichen gibt es erste Erlebnisse. Der vom Eingang am weitesten entfernte Teil des Gartens wird nicht mehr bespielt; die Festspielfläche endet mit der Bühne direkt hinter der großen Fontäne. Dort verabschieden sich am Ende des Abends alle Künstler vom Publikum. DESiMO sagt: „Wir setzen darauf, dass hier ein schönes gemeinsames Gefühl zwischen Publikum, Team und Künstlern entsteht, das noch lange nachwirken wird“.

Die Acts spielen jeweils zur vollen und halben Stunde 15 bis 20 Minuten lang. Eine Ausnahme ist geplant: Cirque Bouffon tritt etwa 35 bis 40 Minuten auf.

Zurück kommt auch die Fontänenbar, die sich im vergangenen Jahr als Treffpunkt etabliert hat – als Ort der Pause, der informellen Begegnung und als „identitätsstiftendes visuelles Element des Abends“.

Teamgefühl, Auszeit im Garten – und Programm ab Juni

Prof. Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten, sagt: „Ich bin begeistert, dass das Team des Kleinen Fests so schnell zusammengewachsen ist und ein tolle Aufbruchsstimmung herrscht“. Und weiter: „Das Kleine Fest in den Herrenhäuser Gärten bringt im Sommer 2026 wieder Menschen mit Garten, Kunst und Kultur zusammen und verzaubert. Für einige Stunden können wir den Alltag vergessen, in eine andere Welt eintauchen und uns diese kleine Auszeit im Garten gönnen.“

Das vollständige Programm wird ab Anfang Juni unter www.kleines-fest-hannover.de abrufbar sein. Ein gedrucktes Programmheft liegt voraussichtlich ab 18. Juni 2026 vor und kostet drei Euro; erhältlich ist es an den Kassen der Herrenhäuser Gärten und an der Abendkasse sowie an den Ticketshops von HAZ und NP und an der Tourist Information am Hauptbahnhof. Ein Übersichtsplan wird am Abend kostenlos ausgehändigt.

Essen, Getränke und Picknick bleiben gesetzt

Gastronomie-Partner bleibt Grauwinkels Schlossküche, zuständig für die Versorgung mit Köstlichkeiten und Getränken auf dem Gelände. Picknick und die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen, bleiben integraler Bestandteil des Veranstaltungskonzepts.

HCN/rw – Kleines Fest im Großen Garten 2026