Hannover – Neubau von Brücken am Stichkanal Linden in Hannover sorgt für viele offene Fragen zur Planung und Verkehrslage während der Bauzeiten.
Wer war Veranstalter und warum?
Am Stichkanal Linden müssen insgesamt 6 Brücken ersetzt werden. Bei dieser Veranstaltung ging es vorrangig um die Brücken in Hannover. Mitarbeiter der Fachstelle Brücken Mitte im Wasserstraßen-Neubauamt Helmstedt (FBM) unterrichteten die Bürger und Bürgerinnen über den geplanten Erneuerungsprozess. Die FBM fungiert als interner Dienstleister und arbeitet im Auftrag der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter (WSV).
Neubau von Brücken am Stichkanal Linden sorgt für viele offene Fragen
Am 05.03.2026 fand diese Informationsveranstaltung im Gymnasium Limmer statt, die sich mit den geplanten Brücken-Ersatzneubauten am Stichkanal Linden beschäftigte. An der Planung sind das FBM, die Stadt Hannover sowie die Region Hannover Beteiligte.
Warum Neubau der Brücken?
Die bestehenden Brücken, die 1912/13 errichtet wurden, haben eine Lebensdauer von etwa 100 Jahren. Nach Nachrechnungen und Gutachten zur Restnutzungsdauer, die 2016 durchgeführt wurden, ist die Restnutzungsdauer der Brücken 2020/2023 abgelaufen. Ab diesem Zeitpunkt sind jährliche Sonderprüfungen erforderlich. Die Grundlagenermittlung und Konzeptentwicklung mit allen Beteiligten und Kreuzungspartnern hat bereits begonnen, und das Bundesministerium für Verkehr hat das Konzept genehmigt.
Um welche Brücken geht es?
- Brücke 246 – Ziegeleistraße
- Brücke 247 – Wunstorfer Landstraße, B441
- Brücke 249 – Eichenbrink, K51
Geplante Ingenieurmaßnahmen ab Sommer 2026
Da es sich um Ersatzbauten handelt, werden die neuen Brücken grundsätzlich wie die bestehenden vom WSV ersetzt. Änderungswünsche werden berücksichtigt, sofern die Kosten gedeckt sind.
Wie sollen die neuen Brücken aussehen?
Die neuen Brücken werden folgende Nutzbreiten aufweisen:
- Brücke 246 Ziegeleistraße: Geh-/Radweg links 0,8 m, Fahrbahn 4,5 m, Geh-/Radweg rechts 0,8 m, Uferweg circa 1,5 m einseitig
- Brücke 247 B 441 Wunstorfer Landstraße: Geh-/Radweg links 2,5 + 2,5 m, Fahrbahn 7 m, Geh-/Radweg rechts 2,5 + 2,5 m, Uferweg 3,5 + 3,5 m
- Brücke 249 K 51 Eichenbrink: Geh-/Radweg links 2,5 + 2,5 m, Fahrbahn 7 m, Geh-/Radweg rechts 2,5 + 2,5 m, Uferweg 4,5 + 4,5 m
Wann ist was zum jetzigen Zeitpunkt geplant?
Die Planungen für die einzelnen Brücken sind wie folgt:
- Brücke 246 Ziegeleistraße:
– ab 2. Q 2026 Planung bis Einleitung Planverfahren
– ab 4. Q 2027 Planverfahren
– ab 3. Q 2028 Planung bis Bauauftrag
– ab 2. Q 2029 Brückenbau
- Brücke 247 Wunstorfer Straße:
– ab 3. Q 2028 Planung bis Einleitung Planverfahren
– ab 2. Q 2030 Planverfahren
– ab 4. Q 2031 Planung bis Bauauftrag
– ab 3. Q 2032 Brückenbau
- Brücke 249 Eichenbrink:
– ab 4. Q 2026 Planung bis Einleitung Planverfahren
– ab 3. Q 2028 Planverfahren
– ab 1. Q 2030 Planung bis Bauauftrag
– ab 4. Q 2030 Brückenbau
Wie geht es weiter?
Die nächsten Schritte umfassen:
- Vermessung des Geländes
- Bestandsaufnahme von Flora und Fauna
- Schadstoffuntersuchungen
- Baugrundaufschlüsse
Fragen und Antworten
Im Anschluss an die Präsentation hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Sofern es in die Zuständigkeit des WSV fiel, wurden die Fragen beantwortet. Da keine Vertreter der Stadt Hannover und der Region Hannover anwesend waren, blieben viele Fragen unbeantwortet. Die Wünsche und Vorstellungen der Stadt und der Region wurden jedoch in den Planungen berücksichtigt.
Zahlreiche Fragen zielten auf die Verkehrsbelastung durch die Brückensperrungen während der jeweils mindestens 1,5 jährigen Bauzeiten. Einmal resultierend aus Überschneidungen beim Bau und Sperrung der Brücken über den Stichkanal in Seelze. Andererseits auch die Überschneidungen mit anderen größeren Verkehrsbeeinträchtigungen z.B. durch Bauarbeiten am Westschnellweg. Hierzu konnten die Vertreter des WSV nur auf die Stellen verweisen, die für die jeweilige Planungen zuständig sind.
Es wurde früher bereits diskutiert, ob die Stadtbahn noch über den Stichkanal geführt wird wird. Solche Planungen wurden bisher nicht berücksichtigt.
Die Vertreter des FBM verwiesen auf die zuständigen Stellen für die jeweiligen Planungen. Zudem wurde diskutiert, ob die Stadtbahn weiterhin über den Stichkanal geführt wird, was bisher nicht in den Planungen berücksichtigt wurde. Insgesamt waren die Besucher der Veranstaltung der Meinung, dass die Neubauten unumgänglich sind, jedoch blieben viele Fragen zur Ausgestaltung der Brücken, zur Verkehrsbelastung und zum zeitlichen Ablauf offen.














