Hannover – Schallschutzfensterprogramm in der Podbielskistraße: In Hannover können Eigentümer ab sofort Zuschüsse gegen Verkehrslärm beantragen.
Förderung gegen Verkehrslärm
Für viele Anwohner an stark befahrenen Straßen in Hannover ist Lärm Alltag. Nun startet die Landeshauptstadt Hannover ein neues Schallschutzfensterprogramm. Es richtet sich zunächst an Wohngebäude an der Podbielskistraße zwischen Lister Platz und Im Kreuzkampe. Anträge sind ab sofort möglich.
Wer Geld bekommen kann
Förderfähig sind Haus- und Wohnungseigentümer sowie Erbbauberechtigte von Wohngebäuden. Voraussetzung ist, dass der berechnete Außenlärmpegel tagsüber mindestens 70 dB(A) oder nachts mindestens 60 dB(A) beträgt. Außerdem muss die Baugenehmigung für das Gebäude vor dem 01.07.2008 erteilt worden sein.
Unterstützt werden schalldämmende Fenster und Balkontüren in Aufenthaltsräumen wie Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmern sowie Wohnküchen. Auch Rollläden können bezuschusst werden, wenn sie beim Austausch der Fenster oder Balkontüren mit ersetzt werden müssen. In Schlaf- und Kinderzimmern ist zusätzlich der Einbau schallgedämmter Lüftungsanlagen möglich.
So hoch fällt die Förderung aus
Die Stadt stellt in den Jahren 2026 bis 2028 jährlich 500.000 Euro bereit. Für Fenster und Balkontüren der Schallschutzklasse 4 gibt es bis zu 400 Euro pro Quadratmeter, bei Schallschutzklasse 5 bis zu 500 Euro. Für Rollladenkästen sind bis zu 250 Euro möglich, für schallgedämmte Lüftungsanlagen bis zu 300 Euro pro Raum. Pro Wohneinheit liegt die Obergrenze bei 10.000 Euro.
Wichtig ist dabei der Zeitpunkt: Vor der Bewilligung darf weder mit dem Einbau begonnen noch ein Vertrag über die Arbeiten abgeschlossen worden sein. Gefördert werden nur Fenster an der dem Verkehrslärm zugewandten Gebäudeseite. Die Zuschüsse werden nach Eingang vollständiger Unterlagen und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel vergeben.
Teil der Lärmaktionsplanung
Das Programm gehört zur Lärmaktionsplanung der Stadt und soll dort helfen, wo andere Maßnahmen nicht ausreichen. Oberbürgermeister Belit Onay sagt: „Wer an einer stark befahrenen Straße wohnt, ist oft rund um die Uhr Lärm ausgesetzt. Mit dem Schallschutzfensterprogramm unterstützen wir die Menschen dort, wo andere Maßnahmen allein nicht ausreichen. So verbessern wir die Wohn- und Lebensqualität ganz konkret vor Ort“.
Stadtbaurat Thomas Vielhaber ergänzt: „Verkehrslärm zählt zu den größten Umweltbelastungen in Städten. Mit dem Schallschutzfensterprogramm setzen wir einen weiteren Baustein unserer Lärmaktionsplanung um. Die Förderung hilft dabei, die Belastungen in besonders betroffenen Gebäuden wirksam zu reduzieren“.
Wo es weitere Angaben gibt
Ob ein Gebäude im Fördergebiet „Podbielskistraße“ liegt, zeigt die Karte „Verkehr/Schallschutzfensterprogramm“ im Hannover-GIS unter https://www.hannover-gis.de/GIS/index.action?thema=90. Unterlagen zum Programm stehen auf www.Hannover.de/LHH-Schallschutzfenster bereit. Zuständig ist das Sachgebiet Mobilitätsplanung im Fachbereich Planen und Stadtentwicklung. Ansprechpartner für Rückfragen ist das Gutachterbüro AMT Ingenieurgesellschaft mbH, erreichbar unter [email protected] sowie telefonisch unter +49 5136 87862090.
HCN/rw – Schallschutzfensterprogramm in der Podbielskistraße














