Hannover – Rentierkalb im Erlebnis-Zoo Hannover erkundet in Yukon Bay neugierig seine Anlage. Das Jungtier wurde am 13. Mai geboren.
Schokobrauner Nachwuchs in Yukon Bay
Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es Nachwuchs bei den Rentieren. Das Rentierkalb wurde am 13. Mai geboren und erkundet inzwischen noch vorsichtig, aber sichtlich neugierig seine Anlage in Yukon Bay. Mit seinem dichten, schokobraunen Fell fällt das Jungtier sofort auf. Es unterscheidet sich deutlich vom helleren Fell seiner Mutter, an deren Seite es die Umgebung entdeckt.
Schon kurz nach der Geburt auf den Beinen
Ein Rentierkalb wiegt bei der Geburt etwa 5 bis 7 Kilogramm. Schon wenige Stunden später steht es meist auf eigenen Beinen und folgt seiner Mutter. Diese frühe Beweglichkeit ist überlebenswichtig, weil Rentierherden in freier Wildbahn weite Strecken zurücklegen. Auch im Zoo blieb das Jungtier anfangs dicht bei seiner Mutter, wird aber von Tag zu Tag sicherer und erkundet seine Umgebung immer selbstständiger.
Gut geschützt gegen Kälte
Das Fell junger Rentiere verändert sich im Lauf der Entwicklung. Kälber kommen mit einem dichten, isolierenden Fell zur Welt, das sie auch bei niedrigen Temperaturen schützt. Im ersten Lebensjahr passt sich die Fellstruktur mehrfach an die Jahreszeiten an. Bald wird auch der Nachwuchs so hell sein wie seine Mutter.
Rentiere sind insgesamt gut an kalte Regionen angepasst. Ihre breiten Hufe geben Halt auf Schnee und sumpfigem Untergrund. Dazu kommt das dichte Fell, das die Tiere wirksam vor Kälte schützt. Auffällig ist außerdem ihr Geweih: Anders als bei anderen Hirscharten tragen es sowohl männliche als auch weibliche Tiere.
Art weltweit nicht gefährdet, einzelne Bestände aber bedroht
Das Rentier, wissenschaftlich Rangifer tarandus, wird von der Weltnaturschutzunion IUCN weltweit derzeit insgesamt als nicht gefährdet eingestuft. Einige Unterarten und Populationen, vor allem in Teilen Europas und Nordamerikas, gelten jedoch als stark gefährdet oder bedroht. Gründe dafür sind Klimawandel, Lebensraumverlust, menschliche Eingriffe sowie Störungen durch Infrastruktur und Industrie. Entscheidend für den langfristigen Erhalt der Art bleibt der Schutz ihrer Lebensräume.
Steckbrief zum Rentier
Rentiere leben in Taiga, Tundra und arktischen Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. Sie fressen Gräser, Kräuter, Moose und Flechten. Die Schulterhöhe liegt bei 100 bis 140 Zentimetern, das Gewicht je nach Geschlecht und Region bei 70 bis 250 Kilogramm. Die Tragzeit beträgt etwa 220 bis 230 Tage.














