Hannover – Grundsteinlegung für das neue Fössebad am 26. Juni. Die Landeshauptstadt Hannover plant Hallenbad, Freibad und Sportbecken.
Was entsteht am traditionsreichen Standort?
Mit der Grundsteinlegung am 26.Juni hat der Neubau des Fössebades in Hannover einen sichtbaren Meilenstein erreicht. Auf dem Gelände entsteht in den kommenden Jahren ein modernes Kombibad. Es soll den Schul- und Vereinssport stärken, Raum für den Breitensport bieten und zugleich ein Ort für Freizeit und Erholung sein.
Geplant ist eine Anlage, die Hallen- und Freibad in einem Konzept verbindet. Das Herzstück wird ein 50-Meter-Sportbecken mit wettkampftauglicher Ausstattung. Dazu kommt eine Tribüne mit 250 Plätzen. Ergänzt wird das Bad durch ein Kursbecken, einen Eltern-Kind-Bereich, ein Nichtschwimmerbecken im Freibad und weitere Aufenthaltsflächen.
Welche Bedeutung hat das neue Bad für Hannover?
Mit rund 1.700 Quadratmetern Wasserfläche entsteht eine der wichtigsten Schwimmsportanlagen der Region. Das Sportbecken kann mit einer Hubwand flexibel genutzt werden. So lassen sich Schulschwimmen, Vereinstraining und Wettkämpfe besser organisieren. Auch Veranstaltungen bis hin zu internationalen Wettbewerben sollen dort möglich sein.
Oberbürgermeister Belit Onay sagte: „Die heutige Grundsteinlegung markiert einen wichtigen Meilenstein für Hannover. Mit dem neuen Fössebad entsteht eine moderne und nachhaltige Sport- und Freizeitinfrastruktur, die weit über den Stadtteil hinaus Bedeutung haben wird. Wir schaffen beste Bedingungen für Schwimmausbildung, Vereins- und Leistungssport und investieren zugleich in Lebensqualität, Klimaschutz und den gesellschaftlichen Zusammenhalt unserer Stadt.“
Wie nachhaltig ist der Neubau geplant?
Die Stadt setzt beim Fössebad auf ein ressourcenschonendes Konzept. Vorgesehen sind eine kompakte Bauweise, Holzkonstruktionen und energieeffiziente Gebäudetechnik. Auf dem Dach sollen 895 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 384 Kilowatt-Peak installiert werden.
Auch beim Material will Hannover möglichst viel wiederverwenden. Bei den Erdbauarbeiten werden rund 16.000 Kubikmeter Boden bewegt. Der Aushub bleibt komplett auf dem Gelände und wird dort erneut eingesetzt. Aus den abgebrochenen Bestandsgebäuden wurden außerdem rund 80.000 Tonnen Recycling-Schotter vor Ort aufbereitet und in den Neubau eingebaut. In Teilbereichen ist auch Recycling-Beton vorgesehen.
Was ist für Besucher geplant und wann soll alles fertig sein?
Die Freianlagen sollen Liegewiesen, Spiel- und Sportflächen sowie naturnahe Bereiche mit Blühwiesen, Kräuterrasen und neuen Baumgruppen bekommen. Der vorhandene Baumbestand bleibt dabei weitgehend erhalten. Zudem wird die Anlage barrierefrei erschlossen. Geplant sind moderne Umkleiden, Sanitärbereiche, kurze Wege und eine klare räumliche Struktur. Große Glasfassaden sollen Innen- und Außenbereiche optisch verbinden.
Zum Angebot gehören neben dem 50-Meter-Becken mit 1.050 Quadratmetern Wasserfläche auch ein Kursbecken, ein Eltern-Kind-Bereich sowie Freibadbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer. Hinzu kommt eine Sprunganlage mit Ein-Meter-Brett und Drei-Meter-Turm.
Der Baubeginn erfolgte am 8. Dezember 2025. Das Hallenbad soll bis zum 29. Dezember 2027 fertig sein. Nach dem Rückbau des alten Bades sollen die Freianlagen bis zum 31. Oktober 2028 abgeschlossen werden.













