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Zwölf Verletzte nach Pfefferspray-Angriff in Stadtbahn – Täter vorläufig festgenommen

Zwölf Verletzte nach Pfefferspray-Angriff in der Stadtbahn: In der Linie 7 sprühte ein Mann Reizgas, die Polizei griff ein
Zwölf Verletzte nach Pfefferspray-Angriff in Stadtbahn – Täter vorläufig festgenommen. Foto: Symbolbild Canva Pro

Hannover – Zwölf Verletzte nach Pfefferspray-Angriff in der Stadtbahn: In der Linie 7 sprühte ein Mann Reizgas, die Polizei griff ein.

Angriff am Ostersonntag in der Stadtbahn

Am frühen Abend des Ostersonntags, 05.04.2026, hat ein Mann in einer Stadtbahn im hannoverschen Stadtteil List unvermittelt Reizgas versprüht. Zwölf Menschen wurden dabei verletzt. Die Polizei stellte den tatverdächtigen 55-Jährigen kurz nach der Tat noch an der Haltestelle „Vier Grenzen“ und nahm ihn vorläufig fest.

So lief der Vorfall ab

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeiinspektion Hannover passierte alles gegen 19:25 Uhr in der Podbielskistraße. Laut Zeugenaussagen stieg der Mann an der Haltestelle „Vier Grenzen“ in den hinteren Wagen der Linie 7 in Fahrtrichtung Misburg ein – allerdings nur halb: Ein Bein blieb auf dem Bahnsteig, während er Pfefferspray in das Wageninnere sprühte. Dann trat er wieder vollständig zurück auf den Bahnsteig, die Bahn fuhr ohne ihn bis zur nächsten Station weiter.

Zwölf Verletzte – darunter ein Kind

Fahrgäste alarmierten über die Sprechanlage den Fahrer und riefen die Polizei. Insgesamt erlitten zwölf Personen im Alter zwischen vier und 53 Jahren Reizungen der Lunge, des Halses sowie der Augen. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen, die unter starken Hustenanfällen litten, vor Ort ambulant.

Festnahme, Alkoholtest und Ermittlungen

Im Zuge der Fahndung nahmen Polizeikräfte den 55-Jährigen direkt am Tatort vorläufig fest. Zeugen führten die Beamten zu einem Versteck, in dem der Tatverdächtige das mutmaßliche Tatmittel unmittelbar nach dem Angriff deponiert haben soll. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab 2,27 Promille; zusätzlich wurde eine Blutentnahme durchgeführt, ein Ergebnis lag zunächst nicht vor.

In einer ersten Einlassung behauptete der Festgenommene, er habe sich beim Einsteigen bedrängt gefühlt. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 55-Jährige wieder entlassen.

Weitere Betroffene können sich bei der Polizeiinspektion Hannover unter 0511 109-2715 melden.

HCN/rw – Zwölf Verletzte nach Pfefferspray-Angriff