Hannover – Bessere Sicht im winterlichen Straßenverkehr: Fachleute von eyes + more und dem ADAC geben aktuelle Tipps für mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit.
Der Winter bringt nicht nur Kälte und „besondere“ Straßenverhältnisse, sondern auch schwierige Sichtverhältnisse mit sich. Und das vor allem in städtischen Gebieten, wo die morgendliche Dämmerung auf Nässe trifft und sich Laternenlicht in Pfützen spiegelt. Bricht dann die Sonne kurz durchs Grau, blendet sie sogleich direkt über dem Lenkrad. Hinzu kommen beschlagene Scheiben, schmutzige Rückspiegel oder Fußgänger in dunkler Kleidung.
Wann Sicht zum Risiko wird
Verminderte Sicht bedeutet nicht immer Nebel oder Schneetreiben. Häufig beginnt das Problem im Kleinen: Eine unzureichend gereinigte Windschutzscheibe, angelaufene Seitenscheiben oder alte Scheibenwischer reichen aus, um in der Dunkelheit keine klare Sicht mehr zu haben. Auch die Lichtverhältnisse in der Stadt können trügen. Straßenlaternen erzeugen ein diffuses Grundlicht, das Kontraste verschluckt. Wer hier unterwegs ist, muss sich auf deutlich mehr visuelle Reize einstellen als bei klaren Tagesfahrten im Sommer.
Sobald Lichtquellen – ob Fernlicht, LED-Schaufenster oder die tief stehende Sonne – auf nasse oder verschmutzte Scheiben treffen, entsteht eine gefährliche Mischung aus Blendung und Unschärfe. Reagiert wird oft reflexartig mit dem Abwenden des Blicks oder einem plötzlichen Bremsmanöver. Beides birgt Risiken, vor allem im dichten Stadtverkehr mit parkenden Autos, Fahrradfahrenden und querenden Personen.
Die Rolle der Brille im winterlichen Verkehrsgeschehen
Gerade bei tief stehender Sonne und nasser Fahrbahn kommt es auf besonders gute Sicht an. Die Brillenspezialisten von eyes + more weist darauf hin, dass eine gut abgestimmte Brille dabei helfen kann, Kontraste besser wahrzunehmen und Blendungen im Straßenverkehr zu reduzieren. Hier geht es nicht um Sehstärke allein, sondern um die Unterstützung des Auges in herausfordernden Lichtsituationen. Polarisierende Gläser beispielsweise filtern Reflexionen auf feuchten Straßen, während spezielle Beschichtungen das Streulicht minimieren. In den Filialen in Hannover und Langenhagen erhält man dazu die passende persönliche Beratung und kann sich von der Wirkung überzeugen.
Wer ohnehin eine Brille trägt, sollte regelmäßig prüfen, ob die Gläser sauber und frei von Mikrokratzern sind. Bereits kleine Schädigungen können nachts oder bei Gegenlicht zu zusätzlichen Lichtbrechungen führen, die das Sehen anstrengend machen. Auch der Sitz der Brille spielt eine Rolle: Verrutscht sie beim Blick in die Außenspiegel oder nach unten auf den Bordcomputer, kann das im entscheidenden Moment wertvolle Millisekunden kosten.
Und noch eines sollte bedacht werden: Verschmutzte Brillengläser stellen ebenfalls ein Risiko dar, können sie doch für Reflektionen und Blendwirkung sorgen. In diesen Fällen lässt sich mittels Microfasertüchern und Reinigungsflüssigkeit schnell für Abhilfe sorgen.
Fahrzeugvorbereitung nicht dem Zufall überlassen
Glas ist Glas. Und was für Brillengläser gilt, gilt genauso für Autoscheiben: Die Sicht muss perfekt sein! Wichtig ist, dass vor Fahrtantritt alle Scheiben vollständig frei sind – nicht nur grob freigekratzt. Gerade an den Scheibenrändern hält sich oft noch eine dünne Eisschicht, die beim Lüften später für neues Beschlagen sorgt. Auch die Lüftung selbst sollte auf Funktion geprüft werden. Wer nur Warmluft einstellt, ohne den Luftstrom gezielt auf die Scheiben zu richten, hat meist nach wenigen Minuten wieder trübe Sicht.
Scheibenwischer sollten spätestens im Herbst erneuert werden, wenn sie Schlieren ziehen oder quietschen. Auch die Scheibenwaschanlage braucht jetzt Frostschutzmittel, damit die Düse bei Minusgraden nicht verstopft. Gute Sicht nach hinten ist ebenso wichtig – Heckscheibenheizung, Rückfahrkamera und Rückspiegel sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Gerade im Stadtverkehr, wo es häufiger zu Einparkmanövern und dichtem Auffahren kommt, können Rücksicht und Rundumblick entscheidend sein.
Fahrweise anpassen und reaktionsbereit sein
Bessere Sicht allein reicht nicht aus, um im winterlichen Straßenverkehr sicher von A nach B zu kommen. Der ADAC rät, die eigene Geschwindigkeit kritisch zu hinterfragen, wenn man bei schlechter Sicht unterwegs ist. Nicht jede Straße erlaubt die volle zulässige Höchstgeschwindigkeit, wenn Regen und Reflexionen die Sicht einschränken. Eine einfache Regel: Nur so schnell fahren, wie klar gesehen werden kann. Wer einen Zebrastreifen erst im letzten Moment erkennt, fährt bereits zu schnell.
Auch der Abstand zum Vordermann spielt im Winter eine größere Rolle. Bremswege verlängern sich auf nassen und glatten Straßen, und bei eingeschränkter Sicht ist der Reaktionsweg ohnehin länger. Eine vorausschauende Fahrweise, das frühzeitige Einordnen und klare Blinksignale helfen dabei, auch für andere sichtbar und berechenbar zu bleiben.
Ampeln, Fußgänger und Radverkehr sind in der Stadt ständig präsent. Besonders bei regennasser Fahrbahn in der Dunkelheit ist es schwer, dunkle Kleidung oder Reflexionsstreifen rechtzeitig zu erkennen. Hier hilft es, die Blickführung bewusst zu variieren – nicht starr auf den Lichtkegel oder das Rücklicht zu fixieren, sondern die gesamte Szene zu erfassen.
Und: Man sollte immer auch mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen. Wer z.B. als Fußgänger nicht gut sieht, läuft gerade in der Dunkelheit Gefahr, Entfernung und Geschwindigkeit von Fahrzeugen falsch einzuschätzen und so zum Risiko für andere Verkehrsteilnehmer zu werden. Vorausschauendes Fahren kann daher gerade in der Dunkelheit helfen, Unfälle zu vermeiden. Dass entlässt Fußgänger jedoch nicht aus der Verantwortung. Auch für sie gilt, dass gute Sicht für Sicherheit im Verkehr sorgt und eine Brille ggf. vor dem Winter zu überprüfen ist.
Kleine Helfer, große Wirkung
Neben der technischen Ausstattung und angepassten Fahrweise können auch einfache Dinge im Alltag helfen. Ein Mikrofasertuch im Handschuhfach etwa, um Innenbeschlag spontan zu entfernen. Ein kleiner Eiskratzer mit Gummilippe für die Außenspiegel. Oder eine reflektierende Warnweste griffbereit, wenn das Fahrzeug im Dunkeln verlassen werden muss.
Auch Apps mit Wetter- und Verkehrslage können unterstützen – nicht zur Ablenkung während der Fahrt, sondern zur Einschätzung vor dem Losfahren. Wer weiß, dass in einer bestimmten Straße Laub und Nässe für schlechte Sicht sorgen, kann eine alternative Route wählen oder die Fahrzeit anpassen.
Fazit
Gute Sicht ist kein Detail oder Luxus, sondern notwendige Voraussetzung für Sicherheit im Straßenverkehr – besonders im Winter.














