Hannover – Der Waldzustandsbericht 2024 zeigt positive Entwicklungen in Hannovers Stadtwäldern und deren Baumgesundheit auf.
Waldzustandsbericht 2024 vorgestellt
Im Jahr 2024 zeigt sich die Situation in Hannovers Stadtwäldern durch ein weiteres regenreiches Jahr entspannt. Die meteorologischen Bedingungen waren erneut von hohen Niederschlagsmengen geprägt, was den Waldbäumen zugutekam. Trotz der anhaltenden Schäden bei alten Eichen und Buchen, die aus den Trockenjahren 2018 bis 2022 resultieren, hat sich der Gesamtzustand der städtischen Wälder stabilisiert.
Positive Entwicklungen im Baumzustand
Der Anteil stark geschädigter Bäume ist von 10 % auf 7,1 % gesunken. Zudem ist der durchschnittliche Nadel- und Blattverlust aller Bäume mit 37 % leicht rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr wurden keine frisch abgestorbenen Bäume festgestellt. Baumarten wie Hainbuche und Ahorn haben sich unter den gegebenen Witterungsbedingungen deutlich erholt.
Einflussfaktoren auf die Baumvitalität
Neben Umwelteinflüssen, Klima und Schädlingen spielt das Baumalter eine entscheidende Rolle für die Vitalität der Bäume. Ältere Bäume haben oft Schwierigkeiten, sich an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen, was ihre Vitalität beeinträchtigt. Dies ist besonders relevant für den alten Baumbestand in Hannover.
Waldzustandserhebung und Monitoring
Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover hat bereits zum vierten Mal eine eigene Waldzustandserhebung durchgeführt. Diese basiert auf einer stichprobenartigen Sichtung und Beurteilung von Bäumen, um Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Waldes zu ziehen. Die Ergebnisse werden jährlich im Waldzustandsbericht veröffentlicht, der am Montag, dem 3. März, im Ausschuss für Umwelt- und Grünflächen vorgestellt wurde.
Förderung klimastabiler Baumarten
Zur Bewältigung der Herausforderungen durch künftige Witterungsextreme setzt der Fachbereich auf die Förderung klimastabilerer Baumarten. Der Fokus liegt auf der natürlichen Verjüngung des Waldes, wobei kleine Lücken durch aufkommende Sämlinge und Jungbäume geschlossen werden. Größere Freiflächen werden mit heimischen Eichen bepflanzt, die als besonders anpassungsfähig gelten. Ulrich Prote, Fachbereichsleiter im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, erläutert, dass diese Maßnahmen den Wald widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel machen sollen.
Die detaillierten Ergebnisse des Waldzustandsberichts sind unter www.hannover.de/stadtwälder verfügbar.













