Hannover – Ein 28-Jähriger flüchtet mit über 100 Kilometern pro Stunde vor der Polizei. Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmende.
Flucht vor der Polizei
Mit einer Geschwindigkeit von weit über 100 Kilometern pro Stunde ist am Freitag, 06.03.2026, ein Autofahrer vor der Polizei geflüchtet. Der Fahrer, unter dem Einfluss von Cannabis, gefährdete mehrere Personen. Ein Fußgänger konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen.
Verkehrskontrolle missachtet
Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats wollte die Besatzung eines Funkstreifenwagens den 28-Jährigen am Freitagabend gegen 18:15 Uhr im Bereich der Overbeckstraße einer Verkehrskontrolle unterziehen. Statt das Fahrzeug zu stoppen, gab der Fahrer jedoch Vollgas und flüchtete. Auf der Fahrt über die Walderseestraße und die Hermann-Bahlsen-Allee beschleunigte der Mann seinen Mercedes-Benz AMG auf weit über 100 Kilometer pro Stunde. An der Kreuzung Podbielskistraße/Ecke Hermann-Bahlsen-Allee ignorierte der Fahrer die Rotlicht zeigende Ampel, sodass ein unbekannter Fußgänger nur durch einen Sprung zur Seite verhindern konnte, dass er von dem Auto erfasst wird. Zwei weitere Passanten wichen ebenfalls reflexartig zurück.
Gefährdung des Straßenverkehrs
Im weiteren Verlauf bog das Fahrzeug nach rechts auf die Klingerstraße in Richtung Weidetorkreisel ein. Auf der mehrspurigen Straße umfuhr der Flüchtige mehrfach vor ihm befindliche Fahrzeuge und nutzte dafür teilweise die Fahrstreifen in Gegenrichtung. Mehrere Fahrzeuge mussten bremsen, um Zusammenstöße zu verhindern. Kurz nachdem das Fahrzeug erneut in die Hermann-Bahlsen-Allee eingebogen war, konnte ein Funkstreifenwagen das Fahrzeug stoppen.
Ermittlungen eingeleitet
Die Einsatzkräfte nahmen den Fahrer und dessen 47 Jahre alten Begleiter vorläufig fest. Der 28-Jährige gab an, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein. Zudem habe er das Fahrzeug unter dem Einfluss von Cannabis geführt. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs stießen die Beamtinnen und Beamten auf eine rechtlich unbedenkliche Menge Cannabis sowie einen schusswaffenähnlichen Gegenstand, der sich jedoch als Tierabwehrspray herausstellte.
Polizei sucht gefährdete Verkehrsteilnehmende
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Insbesondere der Fußgänger, der sich mit einem Sprung retten konnte, wird gesucht.














