Hannover – Über das Deuner-Viertel in Misburg startet Hannover am 22. Juni im Bürgerhaus die erste öffentliche Diskussion über die Zukunft des Geländes.
Auftakt für die Planung in Misburg
In Hannover-Misburg beginnt die öffentliche Diskussion über die Zukunft des Deuner-Viertels. Am Montag, 22. Juni, startet die erste Beteiligungsveranstaltung zur Masterplanung für das frühere Raffineriegelände der Deurag-Nerag GmbH. Beginn ist um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Misburg an der Seckbruchstraße 20.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich das rund 90 Hektar große Gelände künftig entwickeln könnte. Nach Angaben der Stadt können Bürger sich frühzeitig über die laufenden Planungen informieren und eigene Ideen in den Prozess einbringen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine freiwillige Anmeldung ist unter https://mitreden-hannover.de/events/deuner-viertel möglich.
So läuft die Veranstaltung ab
Zum Auftakt begrüßt Oberbürgermeister Belit Onay die Besucher. Danach stellen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und das Planungsbüro KCAP die Ziele, Rahmenbedingungen und den aktuellen Stand der Masterplanung vor. Im Anschluss ist ein Austausch an mehreren Themenstationen vorgesehen. Dort können Besucher Fragen stellen und die vorgestellten Entwicklungsszenarien diskutieren.
Worum es beim Deuner-Viertel geht
Seit 2024 prüfen die Landeshauptstadt Hannover und die Deurag-Nerag GmbH, wie das ehemalige Raffineriegelände nachgenutzt werden könnte. Bis 2028 sollen die Grundlagen für eine Entscheidung über eine mögliche Entwicklung des Areals vorliegen.
Der Fachbereich Planen und Stadtentwicklung erarbeitet dafür zusammen mit einem interdisziplinären Expertenteam unter Leitung des niederländischen Büros KCAP einen städtebaulichen Masterplan. Bis Mitte 2027 soll er zeigen, welche Nutzungen auf dem Gelände denkbar sind. Genannt werden unter anderem Wohnen, Gewerbe, Freiräume und Grünflächen. Ein wichtiger Punkt ist außerdem, wie ein mögliches neues Quartier an den Stadtteil Misburg angebunden werden kann.
Gelände mit langer Geschichte
Das frühere Raffineriegelände wurde bis Mitte der 1980er-Jahre von der Deurag-Nerag GmbH genutzt. Nach dem Betriebsende wurden die oberirdischen Anlagen abgebaut. Heute ist das Gelände gesichert und nicht öffentlich zugänglich.
Ob eine Nachnutzung tatsächlich möglich ist, wird derzeit umfassend untersucht. Dabei geht es unter anderem um Altlasten, Kampfmittel, Natur- und Artenschutz, Verkehr und Schall. Sollte nach Abschluss der Prüfungen eine Entwicklung beschlossen werden, dürfte sich eine mehrjährige Sanierungsphase anschließen. Begleitet wird der gesamte Prozess durch weitere öffentliche Veranstaltungen und digitale Beteiligungsangebote.














