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Veloroute Laher-Kamp: Verwaltung schlägt saisonalen Kompromiss zur Verkehrsführung vor

Saisonaler Kompromiss bei Veloroute: Stadt setzt auf Sommer-Priorität für Räder und Winter-Öffnung für Autos
Veloroute Laher-Kamp: Verwaltung schlägt saisonalen Kompromiss zur Verkehrsführung vor. Foto: Symbolbild Pixabay Jonas Hasselqvist

Hannover – Saisonaler Kompromiss bei Veloroute: Stadt setzt auf Sommer-Priorität für Räder und Winter-Öffnung für Autos.

Worum es bei der Veloroute Laher-Kamp gerade hakt

Die Landeshauptstadt Hannover treibt den Ausbau der Velorouten weiter voran. Bei der geplanten Verbindung zwischen Lahe und Bothfeld zeigt sich allerdings: Für eine ganzjährige Sperrung des bestehenden Wirtschaftswegs für den Kfz-Verkehr gibt es im Bezirksrat derzeit keine politische Mehrheit mehr. Genau deshalb legt die Verwaltung nun eine Kompromisslösung auf den Tisch.

Der Vorschlag: saisonale Regeln statt Dauer-Sperre

Im Zentrum steht eine saisonale Verkehrsführung, die je nach Jahreszeit unterschiedliche Prioritäten setzt.

So soll es laufen:

– In den Sommermonaten soll der Weg ausschließlich dem Rad- und Fußverkehr vorbehalten bleiben.
– In den Wintermonaten soll der Weg wie bisher in der Woche für den Kfz-Verkehr geöffnet bleiben. Samstags, sonntags und an Feiertagen sollen Rad- und Fußverkehr dann weiterhin Vorrang genießen.

Onay: „Stillstand … keine Lösung“

Oberbürgermeister Belit Onay ordnet den Vorschlag als Versuch ein, Verkehrswende und lokale Interessen zusammenzubringen: „Der Ausbau der Velorouten ist ein zentraler Baustein der Verkehrswende in Hannover. Gleichzeitig sehen wir, dass es im konkreten Fall unterschiedliche Interessen im Stadtbezirk gibt. Mit der vorgeschlagenen saisonalen Lösung schaffen wir einen tragfähigen Kompromiss, der Fortschritte ermöglicht, ohne die Situation vor Ort weiter zu verhärten.“

Und er setzt nach: „Wir brauchen Lösungen, die sowohl die Mobilitätswende voranbringen und gleichzeitig von einer Mehrheit getragen werden können. Der Vorschlag bietet die Chance, Konflikte zu entschärfen und gleichzeitig konkrete Verbesserungen für den Radverkehr zu erreichen.“

Zum Abschluss macht Onay seine Linie klar: Stillstand, so Onay, sei keine Lösung.

Vielhaber: Tragfähigkeit soll beobachtet werden

Stadtbaurat Thomas Vielhaber verweist darauf, dass der Ausbau für den Radverkehr weiterlaufen soll, zugleich aber nachjustiert werden könnte: „Die Verwaltung verfolgt das Ziel, die Infrastruktur für den Radverkehr kontinuierlich zu verbessern. Ob dieser pragmatische Kompromiss langfristig tragfähig ist, werden wir im Blick behalten und würrden gegebenenfalls eine Anpassung vorschlagen.“

Zusätzlicher Fußweg im Landschaftsschutzgebiet im Gespräch

Parallel prüft die Verwaltung, ob nördlich der bestehenden Trasse in den angrenzenden Landschaftsschutzgebieten ein zusätzlicher Fußweg ertüchtigt werden kann. Dafür seien Abstimmungen mit der zuständigen Naturschutzbehörde der Region Hannover erforderlich.

Was die Stadt damit erreichen will

Mit dem Vorgehen soll eine umsetzbare Lösung gefunden werden, nachdem klar geworden ist, dass eine vollständige Sperrung aktuell keine Mehrheit findet. Gleichzeitig bleibt der Ausbau einer leistungsfähigen und sicheren Radverkehrsinfrastruktur ein zentrales Anliegen der Stadt.

HCN/rw – Saisonaler Kompromiss bei Veloroute