Hannover – Die Polizei fasst 24-jährige mutmaßliche Trickbetrügerin nach einer Serie von Betrugsfällen in mehreren Stadtteilen.
Trickbetrügerin in mehreren Stadtteilen aktiv
Am Montag, 02.02.2026, wurde eine 24-jährige Frau in Kirchrode sowie in weiteren Stadtteilen durch eine betrügerische Masche entlarvt. Die Frau gab sich gegenüber einer 84-jährigen Witwe als Bankmitarbeiterin aus und erlangte unter einem Vorwand Wertsachen sowie eine Bankkarte, um unberechtigt Bargeld abzuheben. Dank der Wachsamkeit weiterer Betroffener und ihrem beherzten Eingreifen konnte die Polizei die junge Frau festnehmen.
Der Fall in Kirchrode
Die 84-jährige Seniorin, die bereits mehrfach Ziel von Betrugsversuchen geworden war, erhielt gegen 10:00 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters. Dieser informierte sie über einen bevorstehenden Einbruch in ihre Wohnung und kündigte an, dass eine Kollegin die Wertsachen zur Sicherheit abholen würde. Kurz darauf erschien die 24-Jährige, nahm Schmuck und eine Bankkarte entgegen und gab vor, die Gegenstände im Auto fotografieren zu wollen. Als sie nicht zurückkehrte, wurde die Seniorin misstrauisch, sperrte ihre Karte und verständigte die Polizei. Eine sofortige Nahbereichsfahndung blieb zunächst erfolglos.
Weitere Taten und Festnahme
Nur zwei Stunden später kam es in der Kriegerstraße zu einem ähnlichen Vorfall. Eine unbekannte Anruferin gab sich erneut als Bankmitarbeiterin aus und behauptete gegenüber einem Ehepaar, deren EC-Karten seien abgelaufen und müssten abgeholt werden. Eine Frau, die der Beschreibung der ersten Tat entsprach, nahm die Karten an sich. Das Paar wurde jedoch misstrauisch und kontaktierte die Bank, wodurch ein finanzieller Schaden verhindert werden konnte. Am Nachmittag eskalierte die Situation in der Lange-Hop-Straße. Bei einem weiteren Anruf durch die vermeintlichen Bankmitarbeitenden durchblickten die Angehörigen einer 91-Jährigen die Betrugsmasche und hielten die mutmaßliche Täterin bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die alarmierten Beamten nahmen die 24-Jährige vor Ort fest. Aufgrund der übereinstimmenden Täterbeschreibung und des identischen Modus Operandi wird von einem unmittelbaren Tatzusammenhang zwischen den Vorfällen ausgegangen. Die Polizei prüft zudem mögliche Zusammenhänge zu weiteren Taten in der Umgebung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft befindet sich die Frau derzeit in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelt wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs sowie Computerbetrugs.
Wichtige Hinweise zur Betrugsprävention
Die Polizei empfiehlt, folgende Verhaltensempfehlungen zu berücksichtigen:
- Bereits am Telefon wachsam sein. Anonyme Anrufer oder ausländische Anruferkennungen sollten ein Warnsignal sein.
- Bankmitarbeitende und Polizeikräfte fordern niemals am Telefon die Herausgabe von Geld und Wertsachen.
- Die PIN für Bankkarten niemals an Fremde herausgeben, insbesondere nicht am Telefon.
- Bei Druck am Telefon sofort das Gespräch beenden.
- Im Zweifel das Telefonat durch Auflegen beenden und selbst die Nummer der Bank oder Polizei wählen.
- Sich energisch gegen zudringliche Besuchende wehren und laut um Hilfe rufen.
- Mit Nachbarn Vereinbarungen treffen, um sich gegenseitig zu unterstützen.
- Von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis verlangen und im Zweifel die entsprechende Behörde anrufen.
- Banken, Sparkassen oder Polizei schicken niemals „Geldwechsler“ oder „Falschgeld-Prüfer“ ins Haus.
HCN/rw – Polizei fasst 24-jährige mutmaßliche Trickbetrügerin














