Bilanz der Silvesternacht: Hohes Einsatzaufkommen fordert Feuerwehr und Rettungsdienst

Bilanz der Silvesternacht: Hohes Einsatzaufkommen fordert Feuerwehr und Rettungsdienst, aber leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr
Feuerwehr und Rettungsdienst waren stark gefordert. Foto: Symbolbild

Hannover – Bilanz der Silvesternacht: Hohes Einsatzaufkommen fordert Feuerwehr und Rettungsdienst, aber leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr

Hohes Einsatzaufkommen in der Silvesternacht

In der zurückliegenden Silvesternacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes stark gefordert. Zwischen 19:00 Uhr und 07:00 Uhr rückte die Feuerwehr zu insgesamt 86 Brandeinsätzen aus. Der Rettungsdienst wurde zu 160 Notfalleinsätzen gerufen. Insgesamt lag das Einsatzaufkommen bei den Brandeinsätzen unter dem Niveau des Vorjahres. Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und zusätzliche Einsatzfahrzeuge gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen vorbereitet.

Besondere Brandeinsätze in der Silvesternacht

Neben drei größeren Einsatzstellen war die Feuerwehr überwiegend gefordert, brennende Müllbehälter und Papiercontainer zu löschen, die vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Die Einsatzkräfte konnten alle Feuer schnell löschen und dadurch größere Sachschäden verhindern.

  • Um 00.26 Uhr erfolgte die Alarmierung zu einem Kellerbrand in Vahrenheide. In der Straße Sahlkamp brannte es in einem Keller mit einer Verrauchung des Treppenraums. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle Bewohner das Gebäude verlassen. Vor Ort wurden drei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung eingesetzt. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Anschließend wurde der Keller und der Treppenraum entraucht. Aufgrund der Brandintensität musste das Gebäude stromlos geschaltet werden. Im Einsatz befanden sich zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, eine Ortsfeuerwehr und der Rettungsdienst.
  • Um 00.34 Uhr erfolgte die Alarmierung zu einem Balkonbrand in Vahrenwald. In der Alemannstraße sollten Gegenstände auf einem Balkon brennen. Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das Stichwort aufgrund vermehrter Anrufe und der Schilderung eines Flammenüberschlages auf weitere Balkone erhöht. Ein Anwohner führte bereits erste Löschversuche durch und verletzte sich dabei leicht. Ein Transport in ein Krankenhaus war glücklicherweise nicht erforderlich. Alle weiteren Bewohner hatten das Gebäude bereits unverletzt verlassen. Durch die Einsatzkräfte wurde sowohl im Innenangriff als auch über eine Drehleiter ein massiver Löscheinsatz durchgeführt, sodass nach ca. 20 Minuten Feuer unter Kontrolle gemeldet werden konnte. Es schlossen sich umfangreiche Nachlöscharbeiten an, ebenfalls wurden angrenzende Wohnungen kontrolliert. Im Einsatz befand sich ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Ortsfeuerwehren und der Rettungsdienst.
  • Um 00:53 Uhr wurde ein Kellerbrand mit einer Verrauchung des Treppenhauses im Stadtteil Linden-Nord am Bethlehemplatz gemeldet. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten bereits alle Bewohner das Gebäude verlassen. Sowohl im Innenangriff als auch über ein Kellerfenster im Außenangriff wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. So konnte nach ca. 15 Minuten Feuer aus gemeldet werden. Anschließend wurde das Gebäude entraucht. Im Einsatz befanden sich ein Löschzug der Berufsfeuerwehr, mehrere Ortsfeuerwehren und der Rettungsdienst.
  • In Oberricklingen wurde gegen 1 Uhr ein Angriffstrupp der Feuerwehr beim Löschen eines brennenden Müllbehälters mit einem Feuerwerkskörper beworfen. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt.

Mit 86 Einsätzen waren es weniger Brände als im Vorjahr, die Herausforderungen für die Feuerwehr waren jedoch aufgrund der annähernd zeitgleichen größeren Einsatzstellen hoch. Der Rettungsdienst musste in den Notfalleinsätzen vielfach bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen qualifizierte Hilfe leisten. Mit 160 Einsätzen ereigneten sich in etwa gleich viele Notfälle wie im Vorjahr. Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich, wie auch in den vergangenen Jahren, durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und eine erhöhte Anzahl von fest besetzten Einsatzfahrzeugen gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen vorbereitet. An 12 Standorten der Freiwilligen Feuerwehr besetzten 147 ehrenamtliche Einsatzkräfte zwischen 17:00 Uhr am Silvesterabend und 04:00 Uhr am Neujahrsmorgen ihre Löschfahrzeuge. Insgesamt waren in dieser Nacht rund 20 zusätzliche Einsatzfahrzeuge fest mit Personal besetzt. Die Berufsfeuerwehr stellte zusammen mit den Beauftragten im Rettungsdienst 14 zusätzliche Rettungsmittel für die Notfallrettung bereit und war somit gut vorbereitet. Die Regionsleitstelle bearbeitete in der Silvesternacht von 19:00 bis 07:00 Uhr insgesamt 709 Hilfeersuchen in der gesamten Region. Dies ist etwas weniger als im Vorjahr, aber dennoch ein hohes Einsatzaufkommen. Auch in der Regionsleitstelle war zusätzliches Personal anwesend, um die hohe Anzahl an eingehenden Anrufen entgegenzunehmen und die notwendigen Einsatzmittel zu disponieren.

HCN/rw – Bilanz der Silvesternacht